{"id":513,"date":"2010-09-29T11:15:44","date_gmt":"2010-09-29T09:15:44","guid":{"rendered":"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/?p=513"},"modified":"2010-09-29T11:15:44","modified_gmt":"2010-09-29T09:15:44","slug":"das-dnne-ende-25-tag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/?p=513","title":{"rendered":"Das d&uuml;nne Ende &#8211; 25. Tag"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich dachten wir ja sei durch \u2013 aber da gibt es ja die Redewendung vom dicken Ende, dass dann erst noch kommt \u2013 und ja \u2013 es kam \u2013 nur es war nicht dick sondern d\u00fcnn \u2013 Sparflamme gewissermassen. Aber wir wollen nicht vorgreifen!<\/p>\n<p>Nach einer erholsamen Nacht in einem der besten Hotels auf unserer Reise genossen wir selbiges noch etwas l\u00e4nger, schliefen aus und stellten die letzten Blog-Eintr\u00e4ge fertig. So brachen wir dann erst ca. 11:00 bei herrlichem Herbstsommerwetter zur Fahrt nach Lugansk in der Ukraine auf. Grunds\u00e4tzlich gem\u00fctlich \u2013 die Landschaft geniessend \u2013 allf\u00e4lligen Schwierigkeiten mit der russischen Strassenpolizei aus dem Weg gehend.<\/p>\n<p>Russische Weiten \u2013 Felder bis an den Horizont \u2013 bei angenehmen Herbsttemperaturen \u2013 den Winter m\u00f6chten wir nicht erleben!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2547.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px\" title=\"DSCF2547\" border=\"0\" alt=\"DSCF2547\" src=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2547_thumb.jpg\" width=\"450\" height=\"338\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Und immer wieder wird die Landschaft aufgelockert mit Kulturdenkm\u00e4lern von bemerkenswerter Formvollendetheit \u2013 Stahlbeton in Perfektion!&#160; <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2554.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px\" title=\"DSCF2554\" border=\"0\" alt=\"DSCF2554\" src=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2554_thumb.jpg\" width=\"450\" height=\"338\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Unvermeidbar auf dieser Fahrt auch das Bestaunen der malerischen Marktst\u00e4nde mit regionalem Angebot \u2013 hier Trockenfisch und handgestrickte Wollsachen<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2538.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px\" title=\"DSCF2538\" border=\"0\" alt=\"DSCF2538\" src=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2538_thumb.jpg\" width=\"450\" height=\"338\" \/><\/a> <\/p>\n<p>und hier ein typischer Tankstellenmarkt mit S\u00fcssigkeiten. Das russische Schmusek\u00e4tzchen \u2013 war allerdings nicht zu kaufen<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2557.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px\" title=\"DSCF2557\" border=\"0\" alt=\"DSCF2557\" src=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2557_thumb.jpg\" width=\"450\" height=\"338\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Die Fahrt verlief denn auch bis ca. 50 Kilometer vor die Grenze entspannt und effizient \u2013 und ja \u2013 die letzten 50 Kilometer \u2013 da kommt dann eben das dicke\/d\u00fcnne Ende. Also diese letzten Kilometer zogen sich wieder mal extremst dahin, was auch damit zusammenhing, dass die f\u00fcr einmal die Beschilderung in dieser Grenzgegend exzellent war \u2013 allerdings nicht zur von uns angefahrenen GPS Grenze, sondern zu einem anderen ca. 30 Km entfernten \u00dcbergang. Und so liefen wir dann halt erst ca. 18:00 bei der Grenze ein \u2013 um dort erst mal eine Warteschlange von ca. 15 Autos abzuwarten \u2013 dauerte bloss eine Stunde. Danach dann das \u00fcbliche Prozedere \u2013 Formular ausf\u00fcllen \u2013 ohh \u2013 ein Fehler \u2013 also repetieren \u2013 irgendwie scheinen sich diese Z\u00f6llner halt besch\u00e4ftigen zu m\u00fcssen. Wie immer klappte es dann aber im zweiten Anlauf ziemlich reibungslos und zur Abwechslung wurde diesmal auch das Auto nicht komplett leerger\u00e4umt und auseinandergenommen. Ausreise aus Russland. <\/p>\n<p>Und damit Abschluss der wohl schwierigsten Grenz\u00fcbertrittserie \u2013 resp. der schwierigsten L\u00e4nder \u2013 dachten wir und waren wieder einmal v\u00f6llig falsch \u2013 ja \u2013 genau das d\u00fcnne Ende! <\/p>\n<p>Schon die Anfahrt auf die Ukraine h\u00e4tte uns stutzig machen m\u00fcssen \u2013 so schlimm sahen die Grenz\u00fcberg\u00e4nge sonst nur in Schwarzafrika aus \u2013 verlotterte Bretterbuden \u2013 schummrig beleuchtet \u2013 Joni dagegen war der gambiakische Zoll eine Las Vegas pur!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2558.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px\" title=\"DSCF2558\" border=\"0\" alt=\"DSCF2558\" src=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2558_thumb.jpg\" width=\"450\" height=\"338\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Und dann begann das d\u00fcnne Ende, denn der Ukrainische Grenzer wollte etwas. Konnte aber nur auf Russisch artikulieren was. Irgendwann dann hauchte er \u201cPr\u00e4sent\u201d \u2013 also gaben wir ihm eine Zigarre. War aber nicht genug. Langsam wurde auch ich etwas ungeduldig, v.a. weil von hinten diverse Wagen ankamen, mit den Immigration-Formularen bedient und weitergewunken wurden. Nur wir nicht. Und obwohl ich diesem Idioten mehrmals deutete, ich w\u00fcrde gerne die Immigrationformulare ausf\u00fcllen, verweigerte er mir dies und murmelte etwas von Transit. Ja \u2013 ihr bemerkt es \u2013 wir werden hier un\u00fcblich deutlich \u2013 denn sowenig wir Russisch k\u00f6nnen \u2013 so pr\u00e4zise ist unsere Zeichensprache \u2013 Finger auf Formular \u2013 dann zwei Finger nach oben \u2013 heisst zwei Mal \u2013 dann Finger auf mich \u2013 und nicken =&gt; bedeutete bisher weltweit, unmissverst\u00e4ndlich \u201cich will zwei von dem da\u201d \u2013 hat noch NIE versagt \u2013 ausser bei diesem ukrainischen Grenzer mit wohl (hier beginnen die Vermutungen) mit eigenn\u00fctzigen Partikul\u00e4rinteressen. <\/p>\n<p>Und so nahm das Desaster seinen Lauf \u2013 nach ca. 30 Min erfolglosen Versuchens, mir Russisch beizubringen durften wir durch an die n\u00e4chsten Station \u2013 auch dort fragte ich nochmals nach der Immigration Card \u2013 nein sei nicht n\u00f6tig, da wir ja im Transit seien \u2013 3 Tage ok? Transit? Wenn\u2019s denn hilft \u2013 gehetzt wie wir gestressten B\u00e4nkler sind, sind ja eigentlich alle L\u00e4nder immer Transit und in der Ukraine wollten wir ja auch nur in einem Roadmotel irgendwo, in Kiew und in Lemberg stoppen. Und weil\u2019s schon 22:00 war haben wir nat\u00fcrlich etwas gepennt und nicht gepeilt, dass uns die Grenzerbande mit den 3 Tagen Transit nat\u00fcrlich voll das d\u00fcnne Ende zugejasst hatte \u2013 d.h. anstelle gem\u00fctlich Racing \u2013 keine Zeit irgendwas von diesem Land zu geniessen, sondern diese nicht gerade kleine Kornkammer Europas schlicht auf geradester Strecke an der d\u00fcnnsten Stelle im H\u00f6chsttempo zu durchfahren \u2013 denn mit der Einreise um 22:00 war nat\u00fcrlich nach typischer Grenzerrechnung der erste Tag in 2 Stunden bereits vorbei. ******* Hier muss die Zensur eingreifen \u2013 denn hier verlieren wir unsere Schweizerische Neutralit\u00e4t. Wir haben auf unserer Reise nun einige Grenzen durchfahren, aber was diese ukrainischen Grenzbeamten abzogen sprengt schlicht und ergreifend alles \u2013 da w\u00fcrden selbst die senegalesischen Grenzmafiosi bleich vor Scham! <\/p>\n<p>Und weil es schon sp\u00e4t war, gab\u2019s nat\u00fcrlich auch eine eher m\u00fchsame Weiterfahrt \u2013 erst nach Lugansk \u2013 und wegen der an diesem Abend erst bef\u00fcrchteten aber noch nicht verifizierten \u2013 verk\u00fcrzten Aufenthaltsdauer noch etwas weiter bis in ein Nest, zu welchem uns aktuell sogar der Namen fehlt. Da waren wir um 23:00 nat\u00fcrlich schon seit ca. zwei Stunden auf der Suche nach einem Hotel, welches sich aber nicht blicken lassen wollte. Und die St\u00e4dtchen waren ebenfalls allesamt wenig versprechend \u2013 sollte uns dies nun auch noch eine Campingnacht eintragen? Nein \u2013 denn bei der Nachfrage nach einem Hotel in einem Restaurant fand sich spontan ein Probleml\u00f6ser in Form eines ukrainischen Polizisten, welcher zu uns ins Auto sass und den Weg wies. Einen Weg den wir nie gefunden h\u00e4tten. Nie im Leben, weil das Dorf eigentlich komplett im Wald versteckt war <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2568.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px\" title=\"DSCF2568\" border=\"0\" alt=\"DSCF2568\" src=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2568_thumb.jpg\" width=\"450\" height=\"338\" \/><\/a><\/p>\n<p>und wir so dessen Ausmasse gar nie erahnt h\u00e4tten und ergo auch nie auf die Idee gekommen w\u00e4ren, dort k\u00f6nnte es ein Hotel geben. Und auch weil wir nie im Leben auf die Idee gekommen w\u00e4ren, den Banhof zu suchen, <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2562.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px\" title=\"DSCF2562\" border=\"0\" alt=\"DSCF2562\" src=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2562_thumb.jpg\" width=\"450\" height=\"338\" \/><\/a> <\/p>\n<p>dort im Wartesaal die Treppe hochzusteigen <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2561.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"DSCF2561\" border=\"0\" alt=\"DSCF2561\" src=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2561_thumb.jpg\" width=\"288\" height=\"382\" \/><\/a> <\/p>\n<p>und oben in den Mansardenzimmern nach einem Hotel zu suchen. War aber genau da \u2013 g\u00fcnstig \u2013 sauber und gut. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2560.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px\" title=\"DSCF2560\" border=\"0\" alt=\"DSCF2560\" src=\"http:\/\/pamirchallenge.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF2560_thumb.jpg\" width=\"450\" height=\"338\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Und auch das Parkieren regelte der nette Polizist. Und brauchte danach Geld f\u00fcr das Taxi nach Hause, obwohl er schon mehrmals signalisiert hatte, dass er nur 5 Minuten zu Fuss entfernt wohnen w\u00fcrde \u2013 schon klar, dass er sich etwas verdient hatte, aber gleich 40% des Hotelpreises f\u00fcr das Taxi zu verlangen \u00fcbersteigt dann halt das erwartete Mass \u2013 allerdings nicht wirklich \u00fcberraschend \u2013 Hinweise auf eine etwas spezielle Einstellung der hiesigen Staatsdiener finden sich im Internet zu Hauf. Und sind \u2013 jedenfalls im Falle des uns verweigerten, korrekten Grenz\u00fcbertritts auch aus eigener Erfahrung nur gerechtfertigt. More to come. Motor off. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich dachten wir ja sei durch \u2013 aber da gibt es ja die Redewendung vom dicken Ende, dass dann erst noch kommt \u2013 und ja \u2013 es kam \u2013 nur es war nicht dick sondern d\u00fcnn \u2013 Sparflamme gewissermassen. Aber wir wollen nicht vorgreifen! 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